Fachtag „Seelisch gesund aufwachsen“ lockt 110 Interessierte ins Landratsamt

22.07.2016

Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums lag im Jahr 2014 bei rund einem Viertel aller Kinder und Jugendlichen die Diagnose einer psychischen Störung vor. Diese hohe Betroffenheit von seelischem Leiden veranlasste das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP), die diesjährige Schwerpunktkampagne der psychischen Gesundheit zu widmen.


Um diese Kampagne aufzugreifen, veranstaltete das Kreisjugendamt Kronach gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus am 20. Juli den Fachtag „Seelisch gesund aufwachsen“. Geladen waren Fachkräfte aus den Bereichen Bildung, Erziehung und Gesundheit, die der Einladung zahlreich folgten. Die vier Referentinnen und Referenten boten ein vielfältiges Programm zu Themen rund um die psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter sowie während der frühen Elternschaft.

Fachtag im LandratsamtDieter Schwämmlein (Landesarbeitsgemeinschaft Erziehungsberatungsstellen Bayern) gab ein Überblick über die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der Erziehungsberatungsstellen. Es folgte ein Vortrag von Herrn Christian Reich (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) zum Zusammenhang von Sucht und psychischen Erkrankungen. Der zweite Teil des Fachtages widmete sich der frühen Kindheit. Brigitte Löffler von der Erziehungsberatungsstelle in Lichtenfels informierte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen über Regulationsstörungen im Kleinkindalter und ihre Arbeit mit Betroffenen. Abgerundet wurde der Fachtag von Lisa Walz, Mitarbeiterin der Mutter-Kind-Tagesklinik des Klinikums Nürnberg Nord, die über psychische Erkrankungsbilder bei Eltern in der Zeit rund um die Geburt sowie deren Auswirkungen auf den Umgang mit den Kindern referierte.


Die Veranstaltung traf auf hohe Resonanz: 110 Fachkräfte aus der Region konnten sich informieren, austauschen und neue Kontakte knüpfen. Die Veranstalter Andrea Hahn (Gesundheitsregionplus), Nadine Förtsch (Kreisjugendamt Kronach) und Franziska Neumann (Koordinierende Kinderschutzstelle) bedanken sich bei den Referentinnen und Referenten sowie bei Herrn Dr. Weiß (Gesundheitsamt Kronach); Herrn Krauß (Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien) und Michaela Menzel (Lern- und Erlebnisbauernhof) für die Unterstützung.


Das Projekt wurde finanziert aus Mitteln des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

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