Kreisbauhof Birkach nachhaltig und modern erweitert und saniert

21. März 2025 : Der Landkreis Kronach geht bei der Sanierung und Erweiterung des Kreisbauhofes in Birkach neue Wege und setzt dabei besonders auf eine energieeffiziente und nachhaltige Bauweise mit dem heimischen Rohstoff Holz.

Für 2,5 Millionen Euro wurde der Kreisbauhof den aktuellen Anforderungen sowohl in Bezug auf Gebäudetechnik als auch Arbeitsbedingungen angepasst. Landrat Klaus Löffler: „Für unsere Mitarbeiter haben wir in Birkach ein unserer Zeit angemessenes Arbeitsumfeld als Basis für effektive Arbeitsabläufe und eine funktionierende Gemeinschaft geschaffen. Außerdem war und ist es mir besonders wichtig, verstärkt auf den Baustoff Holz zu setzen. Jeder verwendete Kubikmeter Holz speichert rund eine Tonne CO2 und ist somit aktiver, wirksamer Klimaschutz.“

Erforderlich wurden die Bauarbeiten, weil das bestehende Sozialgebäude mit Räumlichkeiten für Büros, Wasch- und Umkleideräumen sowie Lagerräumen den Platzbedarf nicht mehr abdecken konnte. Deshalb entschied man sich, das bestehende Gebäude nach Abriss des Dachstuhls um ein Geschoss in Holzständerbauweise aufzustocken. Zudem wurde beim Dachstuhl auf eine Holzbinderkonstruktion gesetzt, bei der Gestaltung der Fenster und Außentüren unter Verwendung von Fichtenholz auf eine robuste und wartungsarme Holz-Aluminium-Bauweise geachtet und - je nach Möglichkeit - Holzfasern als Dämmstoff gewählt. Fensterbretter aus Holz, eine akustisch wirksame Holz-Deckenverkleidung sowie die Fassade in Fichtenholz runden das Konzept Holzbau ab. Entstanden sind letztlich im Obergeschoss vier modern ausgestattete Büroräume sowie ein großer Aufenthalts-/Schulungsraum. Im Erdgeschoss befinden sich nach einer Entkernung ein großer Umkleidebereich mit Trockenraum, neue Dusch- und Toilettenanlagen sowie Lagermöglichkeiten und Räumlichkeiten für die Gebäudetechnik.

Auch bei der Wärmeerzeugung setzt der Landkreis auf den bewährten und vor allem regionalen Rohstoff Holz. So wurde die bestehende und vor allem kostenintensive Gasheizanlage durch eine Hackschnitzelheizung mit einer maximalen Nennwärmeleistung von 60 Kilowattstunden ersetzt. Das dafür erforderliche Hackgut soll künftig vor allem aus eigenem Straßenbegleitgrün gewonnen werden. Was darüber hinaus benötigt wird, soll von einheimischen Waldbauern bezogen werden. „Dadurch wollen wir die Wertschöpfung in unserem Landkreis stärken und den heimischen Wirtschaftskreislauf fördern“, betont Landrat Klaus Löffler, der sich auch hier über modernste Technik nicht nur bei der Heizanlage, sondern auch in den Räumen in Form von effizienten Deckenheizstrahlern freut. Im Sinne einer nachhaltigen Energieerzeugung wurden zudem bereits die Dächer des Sozialgebäudes, des Hackschnitzellagers und des Schilderlagers für eine Montage von Photovoltaik-Modulen vorgerichtet.

Insgesamt erfüllt das neu gestaltete Sozialgebäude nach Abschluss der Sanierungsarbeiten modernste Standards in der Energieeffizienz, was dem Landkreis zusätzliche Förderung seitens der KfW ermöglicht. Um mit Blick weit in die Zukunft gut aufgestellt zu sein, wurden die Baumaßnahmen zudem genutzt, um die Wasserentsorgung komplett neu zu konzipieren. So wurde für rund 1,2 Millionen Euro eine Schmutzwasser-Druckleitung mit Anschluss an das städtische Abwassernetz erstellt und ein pneumatisches Abwasserpumpwerk errichtet. Außerdem erfolgte der Bau eines Regenwasserkanals mit einem Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von 390 Kubikmetern.

„Wir haben umfassend in alle Richtungen geplant und gebaut“, zeigt sich Landrat Klaus Löffler mit Blick auf das Ergebnis voller Stolz. Besonders freut er sich über die nachhaltige Bauweise, die sich auch in der Recyclingfähigkeit der verwendeten Baustoffe und Materialien widerspiegelt. Sein Dank gilt besonders allen am Bau beteiligten Planern und Baufirmen sowie stellvertretend für seine Hochbauverwaltung Kathrin Zapf, die maßgeblich und zuverlässig dieses sehr umfangreiche Bauvorhaben betreut hat.

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Beim Ausbau und der Gestaltung des Sozialgebäudes im Kreisbauhof Birkach wurde verstärkt auf den Rohstoff Holz gesetzt. Das Bild zeigt Landrat Klaus Löffler (rechts) mit (von links) Sachgebietsleiter Gunther Dressel, Büroleiter Markus Wich, Kathrin Zapf von der Hochbauverwaltung, Abteilungsleiterin Christina Hammerschmidt und Kreisbauhofleiter Christian Barnickel. Foto: Landratsamt / Alexander Löffler