Umweltbezogener Gesundheitsschutz

Der Mensch ist vielfältigen Einflüssen aus seiner Umgebung ausgesetzt. Dazu zählen nicht nur die natürlichen Elemente wie Sonnenlicht, Luft und Wasser. Aufgrund der modernen Lebens- und Arbeitsverhältnisse verbringt der Mensch einen Großteil seines Tages in Gebäuden, so dass den dortigen Bedingungen ebenfalls eine wichtige Rolle zukommt.
 
Die Umwelt kann dem Menschen helfen, sich wohl zu fühlen, sie kann ihn aber auch krank machen. So ist ein gewisses Maß an Sonnenlicht notwendig, um Vitamin D zu bilden, zu viel Sonne kann aber langfristig zu Hautkrebs führen.

Das Gesundheitsamt hat die Aufgabe, Umweltwirkungen auf den Menschen zu beobachten und die Bürger allgemein hierüber zu beraten. Eine individuelle medizinische Beratung oder gar Abklärung von Beschwerden ist allerdings nicht möglich. Hierfür müssen sich Betroffene an ihre behandelnden Ärzte wenden oder an Umweltambulanzen. Ebenso wenig kann durch die Gesundheitsämter eine Begutachtung möglicher Innenraumbelastungen z.B. durch Schimmel in Privatwohnungen erfolgen.

Sowohl das Umweltbundesamt hat einen Leitfaden zum Thema Schimmel verfasst als auch das Bayerische Landesamt für Umwelt. Letzteres bietet zusätzlich eine Liste von Laboren an, die Schadstoffuntersuchungen in Innenräumen im Privatauftrag vornehmen können.

Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erfolgt seit 1985 bei Bedarf  eine Untersuchung der Muttermilch auf bestimmte Fremdstoffe 
und zwar auf: 
  • chlororganische Verbindungen (z. B. DDT, Lindan), welche hauptsächlich in der Landwirtschaft als Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden
  • PCB (polychlorierte Biphenyle), die in den verschiedensten technischen Bereichen Verwendung finden (z. B. in Kondensatoren und Feuer hemmenden Anstrichen)
  • Moschusduftstoffe (fettlösliche Verbindungen, die in vielen Produkten wie Kosmetika, Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel als Parfümbestandteile enthalten sind)
Chlororganische Verbindungen, PCB und Moschusduftstoffe sind allesamt fettlöslich und werden in der Umwelt meist sehr langsam abgebaut. Sie reichern sich über die Nahrungskette „Pflanze–Tier–tierische Lebensmittel“ auch im Fettgewebe des Menschen an. Trotz eines Herstellung- und Anwendungsverbots in Deutschland sind sie aufgrund ihrer Beständigkeit immer noch in der Umwelt, in den Nahrungsketten und letztlich im Menschen nachweisbar. Mütter, bei denen eine überdurchschnittliche Belastung vermutet wird und die eine Stillzeit von mehr als vier Monaten anstreben, können ihre Muttermilch untersuchen lassen. (Ansprechpartnerinnen: Fr. Hümmer, Fr. Kaiser-Lazarus – s.u.)


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